FANDOM


Diese Seite befasst sich mit der Gänsejagd, einer Form der Lockjagd auf Wasservögel. Die Jagd auf Gänse unterscheidet sich in vielen Punkten grundlegend von der Jagd auf anderes Wild, wie etwa Hirsche, Schweine oder Bären. Es gibt durchaus Parallelen zur Fasanenjagd, aber dann doch viele sehr deutliche Unterschiede.

Die Gänsejagd ist der Entenjagd sehr ähnlich, nur werden die Enten nicht auf Wiesen und Feldern bejagt, sondern mit Lockattrappen auf geeigneten Wasserflächen zur Landung animiert.

Eine allgemeine Übersicht zur Lockjagd auf alle Tierarten gibt es hier.

Diese Seite soll somit Tipps zur Gänsejagd geben, bzw. eine genaue Anleitung sein, wie man denn erfolgreich die Wasservögel bejagt. Leider kann man einige Dinge falsch machen. Macht man es denn richtig, dann bereitet einem diese Jagdform oft große Freude und gute Strecken sind vorprogrammiert.

Die Anleitung hier bezieht sich jetzt in erster Linie auf die Kanadagans, die derzeitig die einzige Gänseart im Spiel ist. In Zukunft werden aber sicherlich noch weitere Arten folgen.

Gänse im Spiel Bearbeiten

Bevor man sich überhaupt weiter mit der Wasservogeljagd, bzw. speziell mit der Gänsejagd befassen möchte, sollte man natürlich erst einmal wissen, welche Gänsearten überhaupt im Spiel vorkommen. Auf den jeweiligen Seiten zu den Gänsearten bekommt man dann mehr Informationen über die Art und hat so schon einen Grundeindruck über das Verhalten und wichtige Eigenschaften.

Wie schon weiter oben angesprochen gibt es derzeitig nur Kanadagänse.

Logischerweise lohnt sich nur eine Gänsejagd im Evergreen Hunting Reserve in Jagdgebieten, in denen auch Gänse vorkommen.

Allgemeine Informationen zum Verhalten Bearbeiten

Kanadagänse überfliegen regelmäßig das Reservat und landen gelegentlich auf großen Wiesen und Felder. Im Gegensatz zur Stockente können sie im Spiel (noch) nicht auf dem Wasser landen.

Gänse am Boden Bearbeiten

Beim Spielstart befinden sich einige Kanadagänse verteilt in der Landschaft (Hirschfelden) am Boden, also ziehen über Wiesen und Felder, die ihnen zusagen. Dabei sind sie friedlich mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt, geben aber regelmäßig Kontaktrufe von sich, die auch mit dem Huntermate registriert werden können und somit zur Lokalisation dienen können.

Die Tiere am Boden können aber von Zeit zu Zeit auch einfach davon fliegen, ohne dass sie aufgescheucht wurden um z.B. andere Futterplätze etc. zu suchen.

Allgemein haben Gänse sehr gute Augen und auch gute Ohren. Der Geruchssinn ist nicht gut ausgeprägt, bzw. wird im Spiel sogar gar nicht simuliert. Tiere auf der Erde flüchten somit schon recht früh, auch wenn der Jäger noch sehr weit vom Tier entfernt ist.

Für die Gänsejagd spielen die wenigen Tiere am Boden kaum eine Rolle, bzw. nur für Jäger, die keine Lockjagd betreiben. Viel wichtiger sind die großen Mengen an Gänse, die in Schwärmen/ Gruppen über das Revier fliegen (siehe nächster Punkt).

Gänse in der Luft Bearbeiten

Datei:Canada goose 02.jpg

Viel mehr Kanadagänse fliegen in kleinen bis größeren Gruppen/ Schwärmen über das Reservat. Eine Gruppe kann aus wenigen Individuen bestehen, es wurden aber auch schon Schwärme von über 12 Tieren gesehen. Sie fliegen in charakteristischer V- Formation.

Die Tiere fliegen dabei in einer Höhe von etwa 60 m und können bereits aus einer Distanz von 600 m gesehen werden (andere Tierarten kann man erst ab 220 m in der Ebene sehen). Sie suchen sich dabei immer zufällige Strecken aus, es gibt also keine festen "Luftstraßen" auf denen immer mal wieder Kanadagänse vorbei ziehen.

Ab einer gewissen Distanz kann man die Tiere in der Luft schon gut hören, da sie laufend Kontaktrufe ausstoßen. Die Rufe werden aber nicht vom Huntermate analysiert.

In der Höhe von 60 m nehmen sie keine wirkliche Notiz vom Jäger, fühlen sich also sicher. Daher umfliegen sie ihn auch nicht. Es kommt somit nicht selten vor, dass man direkt 60 m über sich einige viele Kanadagänse hat. Auch durch Schüsse ändern sie nicht ihre Route, sondern fliegen zügig weiter.

Die Tiere haben dabei eine ordentliche Geschwindigkeit, erreichen also recht zügig die Grenzen des Jagdgebietes. Sind sie aus dem Gebiet heraus geflogen (grob: Gebietsgrenze + 600 m Sichtweite), so werden sie spielmechanisch "wiederverwendet". Dies soll heißen, dass es einen großen "Pott" an Gänsen gibt, die sich gerade nicht im Revier befinden. Aus dem Pott werden dann regelmäßig Schwärme gebildet, die über die Landschaft fliegen. Wenn die Schwärme die Grenzen erreicht haben und nicht abgeschossen wurden, dann kommen sie wieder in den Pott zurück und werden irgendwann wieder losgeschickt.

Somit kann es nach einer gewissen gespielten Zeit dazu kommen, dass man "alte Bekannte" wieder trifft. Also z.B. bereits angeschossene Tiere erlegen kann. Man sollte sich dann nicht wundern, wenn die Gans schon einige Treffer hatte bzw. lange Zeiten vom ersten Treffer bis zum Tod.

Der Pott an Gänsen wird aber nicht erweitert, soll heißen, dass es eine begrenzte Anzahl an Gänsen gibt und keine neuen hinzukommen. Ein Teil der Gänse fliegt somit gerade über das Revier, der Rest befindet sich im Pott und wartet darauf losfliegen zu können. Es ist demnach theoretisch möglich alle Gänse in einer Sitzung zu erlegen, sodass es keine mehr gibt. Der Pott an Gänsen ist aber sehr groß (deutlich größer als bei anderen Tierarten) und daher bräuchte man sehr viele Spieler und viel Zeit um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

Gänsejagd ohne großartige Hilfsmittel- Durch das Verhalten bedingte Probleme Bearbeiten

Möchte man nun einfach auf die Kanadagansjagd gehen, so ergeben sich einige Probleme aus dem Verhalten der Tiere.

Die wenigen Tiere, die auf den Feldern sind, können nicht effektiv bejagt werden:

  • Es sind einfach zu wenige Tiere, die weit im Jagdgebiet verteilt sind. Somit trifft man nur mehr oder weniger zufällig auf sie.
  • Die Tiere sind sehr wachsam und haben gute Sinne (zumindest gute Augen und Ohren, der Geruchssinn ist so schlecht, dass er nicht simuliert wird).
  • Bedingt durch die guten Sinne wird der Jäger früh entdeckt. Entdecken Gänse den Jäger, so flüchten sie sofort, fliegen also auf und "klettern" schnell auf eine Höhe von etwa 60 m und eilen davon.
  • Somit sind die Tiere schnell außer Reichweite für einen sicheren Schuss, bzw. meist schafft man es nicht, bzw. nur mit unvertretbarem Aufwand, in Reichweite zu kommen (ein sicherer Schrotschuss liegt bei unter 40 m).

Die vielen Schwärme in der Luft können auch nicht effektiv bejagt werden:

  • Es gibt zwar mehr als genug Gänse in der Luft, nur können diese mit normaler Schrotmunition nicht erlegt werden. Mit einer Flughöhe von mehr als 60 m und oft einer zusätzlichen horizontalen Distanz sind sie außerhalb einer effektiven Reichweite von Schrotmunition. Um die Gänse sicher erlegen zu können sollten sie weniger als 40 m vom Spieler entfernt sein. Daher kann man so viel man möchte auf die schnell vorbeifliegenden Tiere schießen, man wird sie nicht tödlich treffen.
  • Oft fliegen die Tiere auch nicht direkt beim Jäger vorbei, sondern in z.B. in 200 m horizontaler Entfernung.
  • Andere Munition als Schrotmunition ist nicht sonderlich gut geeignet bzw. durch das Jagdgesetz im EHR verboten.
  • Spielmechanisch können Gänse auch nur dann getroffen werden, wenn sie sich zur Landung entschieden haben, oder schon einmal gelandet sind.

Somit kann man ohne große Hilfsmittel und die richtige Ausrüstung Gänse nicht effektiv bejagen. Es gelingen sicherlich einige zufällige bzw. geplante Abschüsse von Kanadagänsen, die am Boden waren bzw. von dort aufgescheucht wurden. Dennoch ist hier der Aufwand groß und die Strecke am Ende klein. Dafür ist diese Methode aber deutlich günstiger, da eigentlich kaum Ausrüstung gekauft werden muss.

Daher empfiehlt sich eine bessere, effektivere Jagdmethode, die sich aus diesen Problemen entwickelt hat: Die Lockjagd.

Mehr dazu, bzw. eine genaue Anleitung zur Lockjagd auf Gänse gibt es jetzt im weiteren Text.

Lockjagd- Genaue Anleitung- Erstellung eines Lockbildes Bearbeiten

Lockjagd ist ein Sammelbegriff für Jagdmethoden, bei denen das Wild auf verschiedene Weise angelockt wird. Lockjagd wird meistens bei der Ansitzjagd ausgeübt, seltener bei der Pirsch.

Hier soll nun in vielen Schritten genau erläutert werden, wie man Kanadagänse effektiv bejagt.

Idee/ Taktik bei der Lockjagd auf Gänse Bearbeiten

Wie oben im Text schon angeklungen ist, lohnt es sich nicht, sich auf die wenigen, auf den Feldern befindlichen, Gänse zu konzentrieren. Viel mehr Potential bieten die großen Schwärme, die regelmäßig über das Revier fliegen.

Das Problem bei diesen war, dass sie fast immer außer Reichweite sind und nicht gezielt die Stelle anfliegen, an der der Jäger steht.

Genau hier greift die Lockjagd ein. Es gibt verschiedene Lockmethoden: Akustische mit Lockinstrumenten und optische mit Attrappen. Die Methoden dienen dazu, Gänse so nah wie nur möglich an den Jäger zu bringen. Die Tiere werden also angelockt.

Beide Methoden (akustisch und optisch) können einzeln, unabhängig voneinander genutzt werden. Den mit Abstand größten Erfolg/ die größte Erfolgsquote hat man aber, wenn man beide Methoden sinnvoll miteinander kombiniert, sich also ein optisch wie akustisch authentisches Lockbild gestaltet, auf das die Vögel reinfallen. Genau ein solches Lockbild (also beide Lockmethoden) wird im Folgenden genauer beschrieben, bzw. nur an wenigen geeigneten Stellen wird darauf eingegangen, wie die unterschiedlichen Lockmethoden alleine, ohne Kombination wirken würden.

Wahl der richtigen Stelle Bearbeiten

Wie schon weiter oben im Text beschrieben, landen Gänse nicht überall, sondern bevorzugen für sie interessante Stellen. Außerdem sind die Tiere sehr aufmerksam (haben gute Augen und Ohren). Sehen oder hören sie einen Jäger, der durch das Unterholz bzw. über die Felder zieht, so werden sie wohl kaum näher kommen (also ihre Flughöhe verlassen) oder gar landen.

Zusätzlich ist man durch das Lockbild (viele Attrappen, dazu später mehr) an einen Ort gebunden, kann also nicht viel umherziehen.

All dies spricht sehr deutlich für die Ansitzjagd und gegen andere Jagdarten wie etwa die Pirsch. Bei kaum einer Tierart ist die Ansitzjagd, also das Warten auf Wild an einer guten Stelle, so effektiv und spannend wie bei Gänsen.

Man sollte sich zuerst eine gute Stelle aussuchen, an der man Gänse jagen möchte. Folgende Eigenschaften sollte die Jagdstelle haben:

  • Es sollte eine für Gänse attraktive Stelle sein, also eine große, offene Fläche (Felder, Wiesen etc.)
  • Generell sollte man manchmal Gänse in der Luft beobachten können.
  • Wichtig ist, dass man geeignete Landeplätze, also ausreichend große Freiflächen hat, auf denen die Tiere landen können. Denn wenn sie angelockt werden, dann kommen sie heruntergeflogen und ziehen Kreise um einen Landeplatz zu finden. Wenn sie diesen nicht finden, dann werden sie nur Kreise ziehen und evtl. nicht so nahe kommen, dass man schießen kann. Gänse landen im Spiel (noch) nicht auf dem Wasser!
  • Es sollte genug Platz sein, damit man Attrappen aufstellen kann.
  • Allgemein sollte die Stelle übersichtlich sein (keine Bäume etc.) damit man vernünftige Sicht hat und in alle Richtungen schießen kann.
  • Es sollte einen guten Platz geben, um eine oder mehrere Ansitzeinrichtungen aufstellen zu können.
  • Hilfreich ist es, wenn eine Jagdhütte oder ein Happy Camper Zelt in der Nähe ist, so hat man kurze Wege zum Lockbild.
  • Auf den Wind muss man nicht wirklich achten, da die Gänse so oder so nicht riechen.

Sich selbst tarnen Bearbeiten

Da Gänse sehr gut sehen und sofort den Anflug abbrechen bzw. weit entfernt landen, wenn sie den Jäger entdecken, so sollte man sich gut tarnen. Es gibt einige Möglichkeiten dies zu tun. Wenn man alle beachtet, dann hat man logischerweise die besten Erfolge.

Umso besser man sich tarnt, umso höher ist die Chance, dass die Gänse näher landen oder generell näher kommen.

Verhalten Bearbeiten

Es ist hilfreich, wenn man sich nicht auffällig verhält und sich versucht zu verstecken:

  • In die Hocke oder auf den Boden gehen.
  • Sich hinter Steinen, Bäumen etc. verstecken.
  • Unnötige Bewegungen vermeiden.

Kleidung Bearbeiten

Man sollte taktisch wirksame Kleidung tragen. So wird man schlechter von den Gänsen gesehen.

Z.B. folgende Kleidung ist wirksam:

Mehr wirksame Kleidung unter dem Thema "Kleidung".

Ansitzeinrichtungen Bearbeiten

Sehr wirksam sind Ansitzeinrichtungen. Sie verstecken den Jäger teilweise sehr gut und maximieren so den Jagderfolg. Die Gänse landen so sehr nahe.

Ganz besonders empfiehlt sich das Wasservögel- Tarnzelt, welches für diese Art der Jagd konstruiert wurde. Man hat sehr gute Tarnung und eine gute Übersicht. Andere Ansitzeinrichtungen sind deutlich weniger geeignet (Baumsitz) bis ungeeignet (die restlichen Ansitzeinrichtungen).

Achtung! Auf die richtige Version achten. Auf Hirschfelden ist nur die Herbst- Version richtig gut wirksam.

Die verschiedenen Lockinstrumente richtig nutzen Bearbeiten

Man wartet also in seinem Wasservögel- Tarnzelt oder versteckt sich irgendwie anderweitig (in die Hocke gehen bzw. sich hinlegen!!!), denn dann kommen die Gänse deutlich näher.

Jetzt beobachtet man den Himmel und sucht nach Gänseschwärmen. Ab 600 m kann man sie sehen. Ab wenigen hundert Metern auch hören. Spätestens dann sollte man handeln: Dazu stehen verschiedene Lockinstrumente zur Auswahl:

Zuerst ruft man mit dem "Kanadaganslocker (Gruß- Ruf)". Dieses Instrument imitiert die lauten, weitreichenden Gruß- Rufe der Gänse, die die Gans ausstößt, um Artgenossen zu begrüßen und zur Landung zu bringen (Kanadagänse sind gesellig). Wir, also der Jäger, mimen diese Rufe nach, denn wir wollen den anfliegenden Gänsen vortäuschen, dass Artgenossen am Boden sind und die Gänse so zur Landung bringen. Alternativ kann auch die Kanadagans- Flatterattrappe genutzt werden, welche genau die gleichen Effekte hat.

Hinweise zur Benutzung und Effekte des Gruß- Rufs bzw. der Kanadagans- Flatterattrappe:

  • Sobald man die anfliegenden Gänse sieht, spätestens wenn man sie hört sollte man damit beginnen zu rufen/ zu flattern.
  • Die Rufe bewirken, dass sich einige Gänse vom Schwarm absondern und absteigen. Sie ziehen Kreise und kommen immer weiter runter. Schließlich suchen sie sich einen Landeplatz irgendwo in der weiträumigen Nähe der Stelle, von der aus zuletzt gerufen wurde. Häufig landen sie über 60 sogar über 100 m entfernt, also außer Reichweite.
  • Es sollte ein geeigneter Landeplatz (große Freifläche) vorhanden sein, denn sonst landen die Tiere nicht und ziehen nur Kreise.
  • Man sollte so oft wie nur möglich rufen, denn umso öfters man ruft, umso mehr Gänse sondern sich vom Schwarm ab und kommen zur Landung.
  • Man kann mit diesem Lockinstrument aber keine Schwärme "herbeizaubern", soll heißen, dass wenn keine Gänse sichtbar sind, dann hat das Lockinstrument auch keine Wirkung. Es erhöht somit nicht die Chance, dass ein Schwarm vorbeikommt.
  • Das Lockinstrument hat eine Wirkungsreichweite von etwas über 200 m. Man braucht also nicht verzweifelt rufen, wenn ein Schwarm über 400 m entfernt fliegt. Die Gänse werden über so eine Distanz nicht zur Landung animiert.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gänse vom Schwarm absondern und zur Landung kommen liegt bei deutlich unter 40 %. Also recht gering. Der Wert bezieht sich aber nur auf das Lockinstrument. Nutzt man das Instrument zusammen mit Attrappen, so wird die Wahrscheinlichkeit deutlich größer.
  • Es ist somit durchaus möglich Gänse ohne Attrappen, rein durch Lockinstrumente anzulocken.

Jetzt hat man die Tiere angelockt und sie setzen zur Landung an. Wenn man Glück hat und sich gut getarnt hat, dann landet vielleicht eine Gans in Reichweite oder fliegt in Reichweite vorbei (man muss ja nicht mit dem Schießen warten, bis die Tiere gelandet sind).

Tipp: Im Mehrspielermodus kann der eine Spieler den Gruß- Ruf verwenden, der andere Spieler die Flatterattrappe. So kann man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Gänse zur Landung kommen. Zweimal den Grußruf oder die Flatterattrappe verwenden funktioniert hingegen nicht, da sich die Lockwirkungen gleicher Instrumente nicht addieren lassen.

Meist hat man aber nicht so viel Glück und die Tiere landen außerhalb der Reichweite oder kommen im Flug auch nicht wirklich nahe. Hier hilft der "Kanadaganslocker (Futterruf)". Dieses Lockinstrument imitiert die Rufe und Laute, die Kanadagänse abgeben, wenn sie friedlich auf der Nahrungssuche sind bzw. Nahrung gefunden haben. Wir als Jäger nutzen dies und simulieren zufriedene Gänse, die reichlich Nahrung haben.

Hinweise zur Benutzung und Effekte des Futterrufs:

  • Sobald sich Gänse vom Schwarm abgesondert haben und kreisen um einen Landeplatz zu finden ist der Gruß- Ruf überflüssig und man ruft fleißig mit dem Futterruf.
  • Der Futterruf bewirkt, dass die Gänse näher zum Jäger kommen, oft direkt über ihm kreisen und sich einen Landeplatz suchen, der deutlich näher beim Jäger ist (je nach Qualität der Tarnung).
  • Somit sind die Tiere im Flug und wenn sie gelandet sind in Reichweite und können besser erlegt werden.
  • Anders als bei den Enten kann eine gelandete Gans nicht weiter mit diesem Lockinstrument zum Jäger gelockt werden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es durchaus möglich ist ohne Lockattrappen Kanadagänse anzulocken und zu erlegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gänse zur Landung kommen und somit erst erlegbar werden, ist aber deutlich größer, wenn man Lockinstrumente zusammen mit Attrappen verwendet.

Lockbild richtig aufbauen (Attrappen verwenden) Bearbeiten

Kanadagänse über Lockinstrumente anzulocken ist eine Möglichkeit. Effektiver ist es aber noch, wenn man sie durch Lockattrappen anlockt. Diese erhöhen die Chance deutlich, dass sich aus vorbeifliegenden Schwärmen Kanadagänse absondern und irgendwo in der Nähe der Lockattrappen landen.

Es gibt unterschiedliche Lockattrappen, die unterschiedlich effektiv sind, also von manchen bedarf es mehr, von anderen weniger im Lockbild. Sie können untereinander kombiniert werden.

Hinweise zum Aufbau des Lockbilds

  • Logischerweise sollte das Lockbild an der Stelle entstehen, an der man später auch jagen möchte, also wo man evtl. seine Ansitzeinrichtung positioniert hat. Hinweise zur richtigen Stelle findet man weiter oben im Text.
  • Die Attrappen können nur an Land auf ebenen Untergrund aufgestellt werden.
  • Das "Geschlecht" bzw. die "Körperhaltung" der Attrappen hat keine Auswirkung. Alle Versionen sind gleich gut.
  • Auch die Richtung, in welche die Attrappe zeigt ist vollkommen gleichgültig.
  • Umso mehr Attrappen man verwendet, umso besser die Lockwirkung, also umso höher die Chance, dass Gänse zur Landung ansetzen und nicht einfach nur vorbeifliegen.
  • Es gibt ein Maximum: Ab 24 Attrappen (4 Attrappen bei rotierenden Flügeln) hat man die maximale Lockwirkung erreicht. Mehr als 24 (4) Attrappen, in einem Umkreis von 100 m, haben keinen besseren Effekt als genau 24 (4), sondern sind nur verschwendetes Geld.
  • Man sollte die Attrappen so aufstellen, dass sie eine kleine Gänseschar darstellt, also nicht zu weit auseinander, aber auch nicht zu dicht, was verschwendeter Wirkungsplatz wäre.Achtung! Die Attrappen sollten so dicht stehen, dass auf dem Huntermate nur ein "Gänsesymbol" zu sehen ist. Sieht man mehrere, so werden die Attrappen spielmechanisch als mehrere Lockbilder aufgefasst und die Wirkung ist deutlich geringer!
  • Man kann auf der ganzen Landschaft an verschiedenen Stellen Lockbilder aufstellen, nur sollten diese mindestens einen Abstand von 100 m zueinander haben, da sie sonst nicht so wirkungsvoll sind, bzw. eher manche Attrappen nutzlos positioniert sind.
  • Zum Aufbau werden die Attrappen einfach in den Rucksack gepackt und im Inventar auf den Ausrüstungsslot gelegt. Wird eine Attrappe gesetzt, so rutscht automatisch eine weitere im Slot nach, sodass man bequem und schnell alle Attrappen setzen kann.

Man kann also hier sagen, dass Kanadagänse auch nur über Attrappen angelockt werden können. Dies ist deutlich wirkungsvoller, aber auch deutlich teurer als mit Lockinstrumenten allein. Maximalen Erfolg hat man aber immer noch, wenn man Lockinstrumente und Attrappen zusammen kombiniert.

Attrappen gibt es im Shop aber auch als günstigere Rabattpakete.

Zusammenfassung für den maximalen ErfolgBearbeiten

Für maximalen Erfolg nutzt man also alle Lockmethoden gleichzeitig, besser im Mehrspielermodus, damit auch der Grußruf und die Flatterattrappe zeitgleich genutzt werden können. Man sucht sich also eine gute Stelle, baut einen oder mehrere Wasservögel- Tarnzelte auf, tarnt sich gut und verhält sich unauffällig. Es wird ein Lockbild mit 24 Attrappen aufgestellt, ist stets wachsam und sucht den Himmel nach Gänseschwärmen ab. Kommen diese, so nutzt man die Lockinstrumente richtig und kann dann hoffentlich viele Gänse erlegen.

Gänse schießen Bearbeiten

Hat man erfolgreich Gänse in die Nähe locken können, so wird es Zeit für den bzw. besser die Abschüsse.

Als Waffen eignen sich Schrotflinten hervorragend, die Vogeldunst, also ein sehr feines Schrot verschießen. Nach Möglichkeit sollten die Schussdistanzen weniger als 40 m betragen. Dann kommt der Vogel sicher runter. Mit etwas Glück kann man aber auch Tiere bis 75 m erlegen, was aber nicht zu empfehlen ist.

Welche Flinte man jetzt nimmt muss jeder für sich selbst herausfinden. Für jede Waffe gibt es Vor- und Nachteile. Am besten man liest sich die Wiki- Seiten zu den Waffen durch und entscheidet sich dann für eine Waffe. Wer nicht zielsicher ist, der kann gut auf Schießständen üben. Gerade beim Abschuss von Gänsen sollte man auch darauf achten, dass man etwas vorhält mit der Waffe.

Wie und wann man die Gänse schießt ist stark von der Situation und vom persönlichen Geschick abhängig. Die einen warten bis die Tiere gelandet sind und locken sie dann noch an. Andere schießen schon lange bevor sich die Vögel niederlassen.

Gänse kann man auch durch Pfeifen (Taste "F" (Standardtastenbelegung)) aufscheuchen.

Für all das kann man hier keine Anleitung geben, sondern man muss selber seine Taktik finden.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.